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Warum stehen ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran sowie ein Waffenstillstand im Libanon nicht im Einklang mit den Interessen Israels?

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Von Elijah J Magnier –

Seit Oktober 2023 befindet sich der Nahe Osten in einer der turbulentesten und umwälzendsten Phasen seit Jahrzehnten. Die darauf folgenden Kriege und Konfrontationen haben die regionalen Machtverhältnisse neu geordnet, Rivalitäten verschärft und die Grenzen militärischer Macht selbst für schwer bewaffnete Staaten, die von großen internationalen Bündnissen unterstützt werden, aufgezeigt. Vor diesem Hintergrund hat die Möglichkeit eines Abkommens zwischen den USA und dem Iran sowie eines Waffenstillstands im Libanon Auswirkungen, die weit über diplomatische oder militärische Erwägungen hinausgehen. Für die derzeitige Führung Israels und insbesondere für Premierminister Benjamin Netanjahu stellen solche Entwicklungen eher ernsthafte strategische und politische Risiken als Chancen dar.

Eine Einigung zwischen den USA und dem Iran, selbst eine begrenzte, die sich auf Deeskalation konzentriert, würde das zentrale Narrativ untergraben, das die israelische Politik gegenüber dem Iran seit Jahren bestimmt.

 Gleichzeitig würde ein Ende des Krieges im Libanon ohne das Erreichen entscheidender militärischer Ziele gegen die Hisbollah den Eindruck verstärken, dass es Israel trotz monatelanger Eskalation und Zerstörung nicht gelungen ist, seinen Willen durchzusetzen. Diese Dynamiken sind eng mit Netanjahus politischem Überleben verknüpft, das zunehmend davon abhängt, einen permanenten Zustand der Konfrontation aufrechtzuerhalten, anstatt Ergebnisse zu akzeptieren, die im Inland als Niederlage, Kompromiss oder strategische Erschöpfung interpretiert werden könnten.

Jahrzehntelang stützte sich die israelische Strategiedoktrin stark auf Abschreckung. Das Land pflegte das Bild, dass militärische Überlegenheit, technologische Dominanz und schnelle Offensivaktionen Bedrohungen neutralisieren könnten, bevor sie sich zu langfristigen Gefahren entwickelten. Diese Doktrin beruhte nicht nur auf Siegen auf dem Schlachtfeld, sondern auch auf der psychologischen Wahrnehmung. Israels regionale Feinde mussten glauben, dass eine Eskalation gegen Israel unerträgliche Kosten und kaum Aussicht auf Erfolg mit sich bringen würde.

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