Geschrieben von – Elijah J. Magnier.
Übersetzt von CHH.
Der Iran bereitet sich auf seine vierzehnten Präsidentschaftswahlen vor, die durch den tragischen Tod von Präsident Ebrahim Raisi erforderlich wurden, der auf dem Weg nach Täbris bei einem Hubschrauberabsturz aufgrund schlechten Wetters und einer Kollision mit einem Berghang ums Leben kam. Die Wahl des neunten iranischen Präsidenten ist hart umkämpft, und es stehen zunächst sechs Kandidaten zur Wahl, die vor großen regionalen, internationalen und wirtschaftlichen Herausforderungen stehen. Dieses Szenario ist nicht neu; die Islamische Republik hat schon früher abrupte Führungswechsel erlebt, wie die Entlassung von Premierminister Abul Hassan Banisadr nach acht Monaten im Amt und die Ermordung von Präsident Muhammad Ali Rajai vier Wochen nach Beginn seiner Amtszeit.
Das derzeitige Rennen bleibt hart, insbesondere zwischen den reformorientierten und den traditionalistischen Kandidaten. Wenn sich die stärksten reformistischen Kandidaten in der zu erwartenden zweiten Runde nicht zurückziehen, kann der reformistische Kandidat gewinnen, so dass ein traditionalistischer Kandidat unangefochten bleibt.
Die Kandidaten, die sich um die Präsidentschaft bewerben, sind Mohammad Baqir Qalibaf, Amir Hossein Qazizadeh Hashemi (der seinen Rückzug angekündigt hat), Saeed Jalili, Mostafa Pourmohammadi, Ali Rezaei Zakani und der reformistische Kandidat Masoud Pezeshkian. Jüngste Umfragen deuten darauf hin, dass drei Kandidaten – Pezeshkian, Jalili und Qalibaf – in der Wählergunst vorne liegen. Diese Dynamik könnte den Rückzug anderer Kandidaten erzwingen, so dass es in der zweiten Runde zu einem Kräftemessen zwischen zwei Kandidaten kommen könnte, vorausgesetzt, weder Dschalili noch Qalibaf ziehen sich zurück.
Mohammad Baqir Qalibaf ist eine bekannte Persönlichkeit in der iranischen Politik und amtiert derzeit als Sprecher des Repräsentantenhauses. Zuvor war er Kommandeur der Luftwaffe der Revolutionsgarden und Kommandeur der Sicherheitskräfte. Saeed Jalili ist ein Konservativer, der als Vertreter des Wali al-Fakih, des Wächters der Rechtsgelehrten, Sayyed Ali Khamenei, im Obersten Nationalen Sicherheitsrat tätig war. Er ist ein Veteran des iranisch-irakischen Krieges und war eine Schlüsselfigur bei den iranischen Atomverhandlungen. Bei den letzten Präsidentschaftswahlen zog sich Dschalili zugunsten von Präsident Ebrahim Raisi zurück und trug so zu dessen Sieg bei.
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