Von Elijah J. Magnier –
In den letzten zwei Wochen haben die Vereinigten Staaten fast täglich Luftangriffe auf den Jemen geflogen und damit eine bedeutende Eskalation im Nahen Osten eingeleitet, die unter dem Banner der Sicherung der Seeschifffahrt im Roten Meer und der Abschreckung der Ansar Allah – der Houthis – steht. Offiziell richten sich diese Angriffe gegen militärische Ziele und Funktionäre der Ansar Allah, die wieder ausschließlich israelische Handelsschiffe angreifen, um die Beendigung der humanitären Belagerung des Gazastreifens durch Israel zu erzwingen, nachdem Tel Aviv den Waffenstillstand verletzt hat. Hinter dem Muster der Angriffe steht jedoch ein strategischeres Ziel: der allmähliche Abbau der mit dem Iran verbündeten militärischen Kapazitäten im Vorfeld einer möglichen Konfrontation mit dem Iran selbst.
Die Verschiebung ist unverkennbar. Was als Kampagne der USA und des Vereinigten Königreichs zum Schutz der internationalen Schifffahrtsrouten begann, hat sich zu einer langwierigen Luftoperation zur Unterstützung Israels entwickelt, die es dem Land ermöglicht, seine Aushungerung und ethnische Säuberung im Gazastreifen fortzusetzen, wobei Berichten zufolge amerikanische F-18-Kampfjets und Drohnen nicht nur Raketenabschussbasen der Houthi, sondern auch tiefere Kommandozentralen im jemenitischen Landesinneren angreifen. Der Umfang, die Intensität und die Hartnäckigkeit dieser Angriffe haben den ursprünglichen Rahmen des Seeschutzes gesprengt. Dies legt die Vermutung nahe, dass Washington und Tel Aviv versuchen, eine langfristige Strategie der „totalen Abschreckung“ gegen das regionale Netzwerk des Iran umzusetzen.
Die strategische Logik: Start im Jemen, Ende in Teheran
Die Logik ist erschreckend linear. Die US-amerikanischen und israelischen Planer scheinen die Verbündeten des Iran einen nach dem anderen zu bekämpfen, indem sie deren Kapazitäten für Vergeltungsmaßnahmen strategisch ausschalten, bevor sie Teheran direkt ins Visier nehmen. Der Jemen mit seinen Raketen- und Drohnenfähigkeiten ist ein wichtiger Knotenpunkt in der vom Iran angeführten so genannten „Achse des Widerstands“. Indem sie die Fähigkeiten der Houthi jetzt schwächen, glauben die USA und Israel, dass sie eine wichtige Bedrohung für die Schifffahrt im Roten Meer beseitigen und, was noch wichtiger ist, ihre südliche Flanke in Erwartung eines potenziellen größeren Konflikts sichern können.
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