Von Elijah J Magnier –
Israel hatte sich laut seinem Verteidigungsminister Israel Katz auf einen entscheidenden militärischen Schlag gegen die Hisbollah vorbereitet. In Tel Aviv ging man davon aus, dass die Hisbollah nach monatelangen unbeantworteten israelischen Angriffen die Initiative verloren hatte und sich in einer geschwächten Position befand. Die israelischen Planer glaubten, dass eine rasche Eskalation die libanesische Organisation überraschen und ihr einen strategischen Schlag versetzen könnte, bevor sie sich vollständig erholen konnte. Man ging davon aus, dass die Hisbollah nicht in der Lage sein würde, einen Überraschungsangriff und eine längere Konfrontation durchzuhalten, und dass sich das Kräfteverhältnis erneut entscheidend zugunsten Israels verschieben würde.
Die Abfolge der Ereignisse an der Nordfront Israels lässt vermuten, dass die operativen Vorbereitungen für Maßnahmen gegen den Libanon bereits getroffen waren, bevor die Hisbollah ihre ersten Raketen abschoss. Aus militärischer Sicht lassen sich groß angelegte Operationen nicht von heute auf morgen durchführen. Die Mobilisierung von Zehntausenden Soldaten, die Positionierung von Divisionen entlang einer umkämpften Grenze, die Aktivierung von Kommandonetzwerken und die Vorbereitung logistischer Ketten erfordern Planungszyklen, die sich über Wochen, manchmal sogar Monate erstrecken.
Bevor die Hisbollah am 2. März Raketen und Drohnen abfeuerte, hatte Israel schätzungsweise 100.000 bis 110.000 Reservisten mobilisiert. Eine solche Mobilisierung ist keine symbolische Geste, sondern ein komplexer logistischer Prozess, der die Aktivierung von Einheiten, die Verteilung von Ausrüstung, Transportkorridore, die Integration des Kommandos und die Vorbereitung der Vorwärtsversorgung umfasst. Der Umfang und die Geschwindigkeit der Mobilisierung deuten stark darauf hin, dass die israelischen Planer die Eskalation mit der Hisbollah parallel zur Konfrontation mit dem Iran geplant hatten. In den meisten modernen Streitkräften erfordert die Aktivierung von Reserveformationen in diesem Umfang auch vorab genehmigte Einsatzbefehle, logistische Zuweisungen und die Koordination auf Theaterebene mit Luftwaffen- und Geheimdienstkommandos. Diese Verfahren sind in der Regel in weit im Voraus ausgearbeiteten Notfallplänen verankert.
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