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Der Dialog zwischen Iran und den USA ist in eine Sackgasse geraten: Die Kluft ist zu groß für die Diplomatie, und ein Krieg wird die von den USA und Israel angestrebten Ziele nicht erreichen

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Von Elijah J. Magnier –

Der Iran wartet auf die ersten Tage im Mai, um zu sehen, ob Donald Trump die Zustimmung des Kongresses erhält, seinen Krieg gegen den Iran fortzusetzen. Sollte der Kongress ihm dies untersagen, hat er 30 Tage Zeit, die US-Truppen abzuziehen. Tun sie dies nicht, muss Teheran seine Optionen neu bewerten. Doch das Problem reicht tiefer als der Zeitplan des Kongresses. Der Iran will zuerst das Ende des Krieges, dann die Verhandlungen über die Durchfahrt durch die Straße von Hormus und die Gebühren, und als letzten Punkt käme das Atomprogramm. Dies ist ein weiterer Grund, warum eine diplomatische Lösung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran nun fast unmöglich ist – nicht weil die Diplomatie grundsätzlich gescheitert ist, sondern weil die beiden Positionen strukturell unvereinbar geworden sind. Washington strebt einen vollständigen Rückzug an, während Teheran auf die Wahrung seiner Souveränität, das Ende des Krieges, Entschädigung für Kriegsschäden und die Aufhebung aller illegalen Sanktionen besteht.

Sollte der Krieg der einzige verbleibende Weg sein, dürfte die nächste Phase weitaus gewalttätiger und zerstörerischer ausfallen als die ersten Wochen, in denen es nicht gelang, den inneren Zusammenhalt des Iran oder seine Fähigkeit zur Vergeltung zu brechen. Der Iran versteht den Konflikt nun als existenziell. Trumps Drohung, eine ganze Zivilisation auszulöschen, hat Teherans Wahrnehmung bestärkt, dass es sich nicht mehr um Zwangsdiplomatie, sondern um einen Zivilisationskrieg handelt. Dies hat die Iraner über politische und soziale Gräben hinweg geeint, den Raum für Kompromisse verengt und die Verhandlungsposition des Iran verhärtet. Ein Krieg gegen den Iran würde jedoch die Ziele verfehlen, die die Angreifer zu Beginn des Krieges ursprünglich verkündet hatten.

Unterdessen bestehen die USA darauf, die Blockade der Straße von Hormus aufrechtzuerhalten, während der Iran darauf besteht, Transitgebühren für die Durchfahrt und Dienstleistungen zu erheben, um den von Israel und den USA verursachten Schaden in Höhe von Hunderten von Milliarden Dollar zu kompensieren. Die Welt wird sich nun auf einen erheblichen Kostenanstieg einstellen müssen, und letztlich werden die Verbraucher den Preis dafür zahlen.

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