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Warum eine israelische Invasion des Libanon nicht mehr ausgeschlossen ist.

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Der Nahe Osten verändert sich durch den Südlibanon und die mögliche
Niederlage der Hisbollah

Von Elijah J. Magnier

In einer der bedeutendsten Entwicklungen seit dem Libanonkrieg 2006 hat Israel
kürzlich einen Luftangriff auf ein Wohnhaus im Stadtteil Cola in Westbeirut
durchgeführt, der angeblich palästinensische Dschihadistenführer der Volksfront für
die Befreiung Palästinas zum Ziel hatte. Diese Operation deutet jedoch auf ein viel
größeres strategisches Ziel hin. Sie fiel mit einem israelischen Infanterieversuch
zusammen, die Sadah-Stellung gegenüber dem zentralen Sektor des Südlibanon zu
durchdringen, was praktisch eine Aufklärungsmission war. Der Zweck bestand darin,
die Bereitschaft des libanesischen Widerstands zu testen, und diese Aktionen lassen
eine klare Schlussfolgerung zu: Israel bereitet sich auf eine mögliche Bodeninvasion
im Libanon vor.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu, der durch die jüngsten
taktischen Siege ermutigt wurde, scheint sich weniger Sorgen um das Schicksal der
von der Hamas in Gaza festgehaltenen israelischen Geiseln oder den anhaltenden,
wenn auch weniger intensiven Konflikt dort zu machen. Seine Aufmerksamkeit hat
sich auf eine Erzählung verlagert, die in westlichen Hauptstädten, insbesondere in
den Vereinigten Staaten, an Zugkraft gewinnt und Israel als eine wachsende
Belastung für seine Verbündeten darstellt. Nach Monaten brutaler und wahlloser
Kriegsführung gegen Palästinenser, die viele internationale Unterstützer Israels in
Verlegenheit gebracht hat, versucht Netanjahu nun, den Nahen Osten neu zu
gestalten, indem er die Stellvertreter des Iran angreift, angefangen bei der Hisbollah
und schließlich, sollte sich die Gelegenheit ergeben, den Iran selbst.

Im Mittelpunkt von Netanjahus Strategie steht die Zerschlagung der Hisbollah. Er
strebt danach, das Image der israelischen Besatzungstruppen wiederherzustellen,
das durch den anhaltenden Konflikt mit dem palästinensischen Widerstand im
Gazastreifen beschädigt wurde. Indem er die Hisbollah über den Litani-Fluss
zurückdrängt – oder sogar noch weiter, wenn die Militärkampagne erfolgreich ist –
hofft Netanjahu, die Machtstruktur der Hisbollah zu zerschlagen und sie ihrer
Führung und ihrer Raketenfähigkeiten zu berauben. Auf diese Weise versucht er, die
Hisbollah im Libanon verwundbar und schutzlos zu machen, was sie zu einem
leichteren Ziel für zukünftige israelische Angriffe und innenpolitische Kritik macht.

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