Von Elijah J. Magnier –
In den letzten 24 Stunden hat das israelische Militär 115 Palästinenser in Gaza getötet – und bis zum nächsten Morgen sind weitere 100 Menschen ums Leben gekommen. Dies ist kein plötzlicher Ausbruch. Es handelt sich um eine kalkulierte, langwierige Kampagne, um den Widerstand zu brechen und den Boden für Massenvertreibungen zu bereiten, sobald das politische Klima dies zulässt. Was wir hier erleben, ist keine Terrorismusbekämpfung – es ist ethnische Säuberung, versteckt hinter der Rhetorik der nationalen Sicherheit.
Das unerbittliche Blutvergießen hat die weltweite Reaktion betäubt. Was jetzt Empörung auslösen sollte, wird kaum wahrgenommen – eine flüchtige Schlagzeile, die schnell wieder verschwindet. Die systematische Tötung von Palästinensern ist zur Normalität geworden, als wäre der Massentod nur ein weiterer Aspekt des Alltags in Gaza. Diese Abstumpfung ist kein Zufall, sondern strategisch geplant. Die Opfer werden entmenschlicht, die internationale Aufmerksamkeit wird abgeschwächt, und man kann ungestraft weitermachen.
Die israelische Regierung spricht von einem „schwierigen Tag in Gaza“, wenn ein einziger Soldat getötet wird – eine obszöne Verzerrung der Realität, da täglich Dutzende palästinensischer Zivilisten, darunter Kinder, ohne Anerkennung, Reue oder Zurückhaltung massakriert werden. Seit über zwei Monaten ist Gaza vollständig abgeriegelt – ohne Nahrung, Wasser, Strom und Medikamente. Das ist kein Versehen, sondern kalkulierte Politik. Hochrangige israelische Beamte haben Palästinenser öffentlich entmenschlicht, sie als „nicht menschlich“ bezeichnet und behauptet, es gebe „keine Unschuldigen“ in Gaza. Das ist kein Krieg. Es ist die systematische Zerstörung eines Volkes, gerechtfertigt durch die Sprache der Sicherheit.
Für den palästinensischen Widerstand ist Kapitulation undenkbar. Die Logik ist brutal, aber klar: Jeder Tag bringt neue Morde, zerstörte Häuser und Massenbegräbnisse. Nachgeben würde das Blutvergießen nicht beenden – es würde es legitimieren. Angesichts solcher anhaltender Gewalt wird Widerstand zu einer Form des Überlebens. Wenn der Preis der Kapitulation die Auslöschung ist, dann wird Widerstand, so tödlich er auch sein mag, als einziger würdiger Weg angesehen.
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