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Der verborgene Ölschock: Warum die Krise um die Straße von Hormus härter zuschlagen und länger andauern könnte, als die Verantwortlichen zugeben

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Von Elijah J. Magnier

Während der fragile Waffenstillstand zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran bis Mitte April 2026 hält, ist die gefährlichste Illusion in der Weltwirtschaft der Glaube, dass die Krise um die Straße von Hormus lediglich ein weiterer vorübergehender Ölpreisanstieg ist. Das ist sie nicht. Was sich derzeit abzeichnet, ist ein physischer Versorgungsschock, dessen Auswirkungen nicht mit einer Schlagzeile über den Waffenstillstand oder einer kurzen diplomatischen Pause enden werden. Das eigentliche Problem ist nicht nur der Ölpreis. Es ist die Unterbrechung des Warenflusses, der Rückstau im Schiffsverkehr, die Verzerrung der physischen Märkte und die verzögerte Übertragung dieser Schocks auf Industrie, Transport, Landwirtschaft und die Kosten für Haushalte weltweit.

Die offiziellen Prognosen erscheinen angesichts der Realität vor Ort immer noch zu optimistisch. Der IWF hat seine globale Wachstumsprognose für 2026 bereits auf 3,1 % nach unten korrigiert, wobei die weltweite Inflation nun auf 4,4 % geschätzt wird. Ungünstigere Szenarien im Zusammenhang mit anhaltenden Störungen könnten das Wachstum auf 2 % drücken und die Welt damit viel näher an eine Rezession bringen, als viele offizielle Prognosen noch vermuten lassen. Das sollte ausreichen, um die Illusion zu beenden, dass es sich hier um eine vorübergehende Marktturbulenz handelt.

Durch die Straße von Hormus fließt normalerweise etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgas-Ströme. Selbst nach dem Waffenstillstand ist der Verkehr weiterhin stark beeinträchtigt: Schätzungsweise fehlen dem Markt immer noch 12 bis 15 Millionen Barrel pro Tag, und seit Kriegsbeginn sind bereits mehr als 500 Millionen Barrel Rohöl und Kondensat verloren gegangen. Dies ist keine marginale Störung. Es ist ein Schock, der groß genug ist, um Preise, Logistik und wirtschaftliche Erwartungen für Monate neu zu gestalten. Der Schaden liegt nicht nur in dem täglichen Defizit selbst, sondern in der kumulativen Verwerfung, die es in Bezug auf Schiffsfahrpläne, Hafenbetrieb, Lagerung, Raffination und Endauslieferung verursacht.

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