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Netanyahus Leugnung und Europas Abrechnung: Wie Israels Kriegsnarrativ mit der Realität kollidiert

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Von Elijah J. Magnier –

Benjamin Netanjahus Auftritt vor den Vereinten Nationen in dieser Woche war ebenso hohl wie vertraut. Er betrat das Podium mit seiner üblichen Mischung aus Trotz und Selbstrechtfertigung und wiederholte Argumente, die längst ihre Kraft verloren haben: dass Israel gegen den „Terror“ kämpft, dass sein militärisches Vorgehen „defensiv“ ist und dass die Welt einfach nicht versteht, welchen Bedrohungen es ausgesetzt ist. Aber die Rede – gehalten in einem fast leeren Saal, lange nachdem die meisten Staats- und Regierungschefs New York verlassen hatten – war aus Gründen bemerkenswert, die über das Optische hinausgehen. Sie fasste die Tiefe der Verleugnung Israels, die Hybris seiner Führung und die wachsende Kluft zwischen dem Bild, das es zu vermitteln versucht, und der Realität in Gaza, im Westjordanland und darüber hinaus zusammen.Netanjahus Rhetorik ist zu einem Ritual der Verleugnung erstarrt. Der Premierminister ging mit keinem Wort auf die zunehmenden Vorwürfe von Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und sogar Völkermord ein, die vor dem Internationalen Strafgerichtshof (ICC) und dem Internationalen Gerichtshof (ICJ) gegen Israel erhoben werden. Stattdessen sprach er so, als ob die Verwüstung in Gaza – laut UN-Angaben wurden mehr als 65.000 Palästinenser getötet, darunter Zehntausende Frauen und Kinder – nicht stattgefunden hätte, um die Koalition seiner Regierung zu schützen. Israelische Beamte haben die zivilen Opfer wiederholt als „bedauerlich, aber unvermeidbar im Verhältnis zwei zu eins (zwei Zivilisten für einen Hamas-Angehörigen)“ beschrieben und sie als unvermeidliche Kosten eines unverantwortlichen Krieges dargestellt. Er erwähnte mit keinem Wort, dass Israels Aktionen über 2 Millionen Menschen gewaltsam vertrieben, die zivile Infrastruktur zerstört und das Gebiet an den Rand einer Hungersnot gebracht haben.

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