Von Elijah J. Magnier
Vor dem Hintergrund tiefen Misstrauens war das erste vorläufige Treffen zwischen den USA und dem Iran in Maskat nie darauf ausgerichtet, eine Einigung zu erzielen. Es diente der Diagnose. Teheran wollte herausfinden, ob Washington wirklich bereit war, die Diplomatie zu testen, oder ob es lediglich eine weitere Phase des Drucks vor einer Eskalation inszenierte. Das Ergebnis spiegelte diese Vorsicht wider. Der Iran erklärte sich bereit, nur über die Urananreicherung zu diskutieren – insbesondere über die Anreicherungsgrade, die Überprüfung und die Überwachung –, während Raketen, regionale Allianzen und Verteidigungsdoktrinen vollständig außerhalb des Verhandlungsrahmens blieben.
Für Teheran ist diese Hierarchie bewusst gewählt. Nukleare Diskussionen sind verhandelbar, weil sie im Austausch gegen konkrete wirtschaftliche Erleichterungen kalibriert und rückgängig gemacht werden können. Die Aufhebung der Sanktionen und das Ende des maximalen Drucks bleiben die zentralen Forderungen des Iran. Die Anreicherung selbst wird als Hebel dargestellt, der mit Souveränität, technologischer Leistungsfähigkeit und wirtschaftlichem Überleben verbunden ist, und nicht als unumkehrbarer Schritt in Richtung Bewaffnung. Iranische Beamte bestehen darauf, dass jede Vereinbarung ein ziviles Atomprogramm anerkennen und gleichzeitig die volle Überwachungsbefugnis der Internationalen Atomenergiebehörde wiederherstellen muss.
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