Von Elijah J. Magnier
Während Donald Trump damit prahlte, dass alle iranischen Beamten „von der Erde getilgt“ worden seien, erkennen israelische Beamte nun stillschweigend eine ganz andere Realität an. Das iranische Regierungssystem hat weiterhin die Kontrolle, und die Bedingungen vor Ort sind noch lange nicht reif für einen Volksaufstand. Trotz der schweren Schläge, die der Krieg verursacht hat, hat die geschwächte Führung in Teheran ihre Macht über den Staat behalten, sodass selbst israelische Einschätzungen zugeben müssen, dass ein Zusammenbruch des Regimes in naher Zukunft unwahrscheinlich ist. Tatsächlich signalisiert Ayatollah Sayyed Mojtaba Ali Khamenei in seiner ersten öffentlichen Botschaft – die von einem Nachrichtensprecher im staatlichen Fernsehen neben einem Standbild vorgelesen wurde, da er aufgrund des anhaltenden Konflikts nicht persönlich erschien –, nachdem er die Führung der Islamischen Republik übernommen hat, eine klare Kontinuität mit der politischen und strategischen Linie seines Vaters. Der Ton der Rede spiegelt die gleiche Entschlossenheit wider, den Krieg mit allen verfügbaren Mitteln fortzusetzen und eine Strategie zu verfolgen, die laut offiziellen Angaben aus Teheran vom verstorbenen Obersten Führer vor seiner Ermordung vorbereitet worden war. Der neue Führer selbst soll während derselben turbulenten Zeit ein Attentat überlebt haben, was innerhalb der politischen Führung des Iran das Gefühl verstärkt, dass sich das Land derzeit in einer existenziellen Konfrontation befindet.
Die Umstände seiner Wahl sagen auch viel über die Funktionsweise des politischen Systems des Iran in Kriegszeiten aus. Sayyed Mojtaba Khamenei wurde Berichten zufolge ohne vorherige Rücksprache mit ihm ausgewählt, was darauf hindeutet, dass der institutionelle Apparat um die Führung herum, insbesondere die Islamische Revolutionsgarde (IRGC), eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung des Ergebnisses innerhalb der Expertenversammlung gespielt hat. Der Übergang deutet nicht auf institutionelle Schwäche hin, sondern soll vielmehr signalisieren, dass das System trotz des Schocks des Krieges und des Verlusts der Führung voll funktionsfähig bleibt. Die Botschaft, die nach innen und außen vermittelt wird, ist eine Botschaft der Kontinuität, der organisatorischen Disziplin und der Bereitschaft, sich gegen das zu wehren, was Teheran als einen unrechtmäßigen Krieg bezeichnet, der von den Vereinigten Staaten und Israel ohne Genehmigung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen begonnen wurde.
Subscribe to get access
Read more of this content when you subscribe today.
Make a one-time donation
Make a monthly donation
Make a yearly donation
Choose an amount
Or enter a custom amount
Your contribution is appreciated.
Your contribution is appreciated.
Your contribution is appreciated.

