Der Gaza-Krieg: Eine humanitäre Katastrophe ohne Ende in Sicht

Von Elijah J. Magnier:

Übersetzt von CHH.

Der Gaza-Konflikt geht in den zwölften Monat, und die humanitäre Krise ist katastrophal, ohne dass ein Frieden in Sicht wäre, selbst wenn die israelische Besatzungsmacht den Großteil ihrer militärischen Operationen als abgeschlossen betrachtet, nicht aber die von der politischen Führung gesetzten Ziele. Die Bevölkerung des Gazastreifens wurde in noch nie dagewesenem Ausmaß verwüstet, die Zahl der Todesopfer liegt inzwischen bei 41.000, die meisten von ihnen Kinder. Darüber hinaus wurden 100.000 Menschen verletzt, unzählige Familien vertrieben und lebenswichtige Infrastrukturen zerstört. Trotz zahlreicher internationaler Friedensappelle, unter anderem von den Vereinten Nationen, scheint keine Lösung in Sicht zu sein. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu konzentriert sich nach wie vor auf die Fortsetzung der Militäroperationen und scheint sich der menschlichen Opfer nicht bewusst zu sein, obwohl die meisten Israelis inzwischen einen Waffenstillstand und das Ende des Krieges unterstützen. Netanjahus Hauptanliegen ist die Aufrechterhaltung seiner rechtsextremen Koalitionsregierung, die im Falle eines Waffenstillstands zusammenbrechen könnte. Unterdessen bereiten sich die israelischen Besatzungstruppen auf eine ausgedehnte Präsenz entlang des 14 Kilometer langen Philadelphi-Korridors nahe der ägyptischen Grenze sowie des Netzarim-Korridors vor, der den nördlichen und südlichen Gazastreifen trennt. Diese langfristige Besetzung könnte die israelischen Streitkräfte jedoch anhaltenden Angriffen des palästinensischen Widerstands aussetzen.

Seit Beginn des Krieges ist der Gazastreifen zu einem Schlachtfeld unerbittlicher Bombardierung und Blockade geworden. Der Krieg hat der ohnehin schwachen Bevölkerung des Gazastreifens einen noch nie dagewesenen Tribut abverlangt. Die überwältigende Gewalt hat 625.000 Kinder aus der Schule vertrieben und damit die Zukunft einer ganzen Generation gefährdet. Bildungseinrichtungen, in denen die Kinder einst Zuflucht suchten, sind nicht verschont geblieben. Tatsächlich wurden 90 % der Schulen, vor allem der UNRWA-Schulen, und Universitäten mutwillig zerstört, so dass das Bildungssystem in Trümmern liegt.

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