Von Elijah J. Magnier –
Als der iranische Parlamentspräsident Mohammad Qalibaf erklärte, Teheran werde nicht in Waffenstillstandsverhandlungen mit den USA in Pakistan eintreten, solange Israels Krieg gegen den Libanon nicht beendet sei und Irans eingefrorene Milliarden nicht freigegeben würden, machte er deutlich, dass Teheran genau weiß, wer das Messer in der Hand hält und auf wessen Seite es eingesetzt wird. Die iranische Führung hat seit langem verstanden, dass sie keine Atombombe braucht. Ihre wirkliche strategische Waffe ist die Straße von Hormus. Diese enge Passage bietet Teheran eine weitaus unmittelbarere und operativ nutzbarere Form der Abschreckung als jede nukleare Waffe. Sie kann Einnahmen erzeugen, die Sanktionsarchitektur schwächen, den globalen Schiffsverkehr unter Druck setzen und zur Verteidigung der Verbündeten Irans eingesetzt werden, vor allem der Hisbollah im Libanon.
In vielen politischen und medialen Kreisen wird die Frage gestellt, ob der Iran die Hisbollah im Stich gelassen hat. Das ist die falsche Frage. Sie geht davon aus, dass die Beziehung zwischen Teheran und der Hisbollah entbehrlich, taktischer Natur oder auf eine einfache Kalkulation unmittelbarer militärischer Vorteile reduzierbar ist. Nichts davon trifft zu. Die Verbindung zwischen dem Iran und der Hisbollah ist organisch, strategisch, ideologisch und institutionell. Sie wurde über Jahrzehnte hinweg durch Krieg, Abschreckung, gemeinsame Opfer, operative Integration und eine gemeinsame regionale Vision aufgebaut. Was sich derzeit abspielt, ist kein Verzicht. Es ist der Beginn einer strategischen Anpassung.
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