Von Elijah J. Magnier
Präsident Donald Trump drohte, „alle Kraftwerke zu zerstören, angefangen mit dem größten, falls der Iran die Straße von Hormus nicht freigibt“. Der iranische Sprecher Mohamad Bagher Galibaf antwortete darauf: „Sobald die Kraftwerke und die Infrastruktur unseres Landes angegriffen werden, gelten die kritische Infrastruktur, die Energieinfrastruktur und die Ölanlagen in der gesamten Region als legitime Ziele und werden unwiderruflich zerstört.“ Auch die IRGC meldet sich zu Wort: „Sollte Donald Trump unsere Kraftwerke angreifen, werden wir die Straße von Hormus vollständig sperren.“
Dies sind keine rhetorischen Wortgefechte. Es sind Absichtserklärungen. Im Iran festigen externe Bedrohungen die innenpolitische Front, anstatt sie zu spalten. Die politische und militärische Führung signalisiert strategischen Zusammenhalt, nicht Zögern, zeigt keinerlei Anzeichen eines Rückzugs und eine klare Bereitschaft, in einer anhaltenden Konfrontation mit Washington Kosten zu tragen und zu verursachen. Die Logik ist Eskalation durch Ausdauer: Wenn Druck ausgeübt wird, wird diesem mit Gegen-Druck in einem Ausmaß begegnet, das über den Iran selbst hinausgeht und den Golf, die globalen Energieflüsse und das gesamte Wirtschaftssystem erreicht.
In den vergangenen drei Wochen dieses illegalen Krieges Israels und der USA hat Teheran keinerlei Neigung zu Verhandlungen oder einer Deeskalation gezeigt. Die Konfrontation war nicht seine Wahl, aber es ist bereit, sie durchzuhalten. Iranische Raketenangriffe verursachen bereits spürbare Kosten in der gesamten Region und beeinträchtigen die Infrastruktur am Golf, US-Militäranlagen und vor allem Israel. Dies ist keine kurze Kampagne. Es ist die Anfangsphase eines Zermürbungskrieges, den der Iran offenbar langfristig führen will.
Im Zentrum dieser Konfrontation liegt eine kritische Schwachstelle: die Straße von Hormus. Trumps Druckkampagne hat – vielleicht unbeabsichtigt – die Meerenge von einem strategischen Aktivposten zu einem zentralen Schauplatz der Auseinandersetzung erhoben. Der Iran ist sich dieser Verschiebung voll bewusst und hat seine Haltung entsprechend ausgerichtet.
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