Aleppo schwankt: Die Strategie der Türkei und die Achse des Widerstands unter Druck

Von Elijah J. Magnier:

Übersetzt von CHH.

Die syrischen Oppositionskräfte, die hauptsächlich von Hayat Tahrir al-Sham (HTS) und Ahrar al-Sham angeführt werden, haben mit Unterstützung islamistischer Dschihadistengruppen in den letzten 48 Stunden eine bedeutende Bodenoffensive im ländlichen Idlib, im ländlichen Aleppo und in Teilen der Stadt Aleppo gestartet, die von Drohnen und Panzerbataillonen unterstützt wird. In einem schnellen und gut koordinierten Vormarsch haben sie Dutzende von Dörfern eingenommen, darunter strategische Gebiete entlang der internationalen Autobahnen M4 und M5, die Damaskus mit Aleppo und Aleppo mit Latakia verbinden, sowie die wichtigen Städte Saraqeb und den größten Teil von Aleppo. Da die Verteidigungslinien der syrischen Armee fast nicht mehr vorhanden sind, scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Oppositionskräfte die vollständige Kontrolle über die Stadt Aleppo erlangen. Um diese Verluste wettzumachen, wären Zehntausende Soldaten erforderlich, eine Ressource, über die die syrische Armee derzeit nicht verfügt.

Dieser schnelle und unerwartete Vormarsch unterstreicht die Unfähigkeit der syrischen Armee, diese Gebiete effektiv zu verteidigen, und bietet den Verbündeten der Türkei eine bedeutende Gelegenheit, ihre Agenda voranzutreiben. HTS hat die Operation als „Abschreckung der Aggression“ bezeichnet und sie als Vergeltung für den jüngsten Artilleriebeschuss durch syrische Regierungstruppen dargestellt, bei dem in Idlib Zivilisten getötet wurden. Die Operation ist mehr als eine Vergeltungsmaßnahme, sondern spiegelt die Absicht der Opposition wider, Gebiete zurückzuerobern, die während der Kämpfe von Saraqeb-Idlib im Jahr 2019 verloren gingen. Während sich die Regierungstruppen in einem chaotischen Rückzug befinden, wurde in der Provinz Hama hastig eine Verteidigungslinie errichtet. Die Oppositionskräfte sind jedoch inzwischen weniger als 20 Kilometer von Hama entfernt, sodass die Gebiete südlich von Idlib und Aleppo und ihre ländliche Umgebung für die Regierung weitgehend unzugänglich sind, um sie zurückzuerobern.

Die jüngste Offensive in Aleppo und Idlib unterstreicht ein komplexes Geflecht regionaler Dynamiken und geopolitischer Manöver, die über den syrischen Konflikt selbst hinausgehen. Diese Operation der syrischen Oppositionskräfte, die von islamistischen Fraktionen unterstützt werden, steht im Einklang mit umfassenderen Bemühungen, das Kräfteverhältnis gegen die „Achse des Widerstands“ zu verschieben, zu der der Iran, die Hisbollah und ihre regionalen Verbündeten gehören. Diese Kräfte werden nach und nach ins Visier genommen, wobei jedes Mitglied der Allianz erhebliche Rückschläge einstecken muss. Der Ausgang dieser Offensive wird das Kräfteverhältnis in Nordsyrien und der gesamten Region neu gestalten.

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