
Von Elijah J. Magnier
Israel baut in Rafah, an der südlichen Grenze Gazas zu Ägypten, eine sogenannte „humanitäre Stadt“. Doch dabei handelt es sich nicht um eine Notunterkunft, sondern um ein Masseninternierungslager.
Das Projekt, das als vorübergehende Unterkunft für vertriebene Zivilisten dargestellt wird, ist in Wirklichkeit ein Konzentrationslager, in dem 600.000 Palästinenser unter militärischer Bewachung festgehalten werden sollen, ihrer Freiheit beraubt und auf ihre Zwangsumsiedlung wartend. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat die Absicht hinter diesem Vorhaben offen bestätigt. Weit davon entfernt, Sicherheit zu bieten, festigt die sogenannte humanitäre Zone die Kontrolle und bereitet den Boden für Massenvertreibungen. Das betreffende Gebiet – Rafah – ist bereits verwüstet.
Fast 28.000 Gebäude wurden durch israelische Angriffe und Bulldozer dem Erdboden gleichgemacht. Die Ruinen bieten keinen Schutz, keine Infrastruktur und keine Zukunft. Und dennoch plant Israel, hier über eine halbe Million Palästinenser zusammenzutreiben.
Dutzende Schulen und medizinische Einrichtungen wurden absichtlich verschont – nicht aus Gnade, sondern als logistische Infrastruktur für die ankommende Bevölkerung. Diese Einrichtungen sollen einer Bevölkerung dienen, die gewaltsam auf engstem Raum zusammengetrieben wird, bevor sie Schritt für Schritt in Richtung Sinai oder in ein anderes Land gedrängt wird, das bereit ist, eine zweite Nakba zu beherbergen. Die erste fand 1948 statt. Jetzt, 77 Jahre später, orchestriert Israel mit der klaren Zustimmung der Vereinigten Staaten eine weitere.
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