Vom “Gruppendenken” zur “Killologie”: Die ethischen und psychologischen Dimensionen der Kriegsführung in Gaza

Geschrieben von Elijah J. Magnier:

Übersetzt von CHH.

Die Notwendigkeit einer unvoreingenommenen und unparteiischen Darstellung der Ereignisse in Gaza wird entscheidend, wenn man die Macht der israelischen Besatzungstruppen den Aktionen des Widerstands in Gaza gegenüberstellt. Seit vielen Jahren ist die Behauptung, die israelische Armee sei “die stärkste im Nahen Osten”, weit verbreitet – ein Ruf, der insbesondere nach dem Sieg über die vereinigten arabischen Streitkräfte im Jahr 1973 gefestigt wurde. In der Folge rühmte sich der Generalstabschef Moshe Dayan, der später als Verteidigungsminister diente, dass “Israel jede arabische Nation mit nur einer israelischen Bande erobern könnte”. Die jüngsten Ereignisse in Gaza in den letzten fünf Monaten schreiben jedoch Geschichte und zwingen zu einer ernsthaften strategischen Neubewertung. Diese Neubewertung wird durch die beobachtete übermäßige Brutalität des israelischen Militärs und seinen offensichtlichen Kampf gegen die Hartnäckigkeit des palästinensischen Widerstands in Gaza angetrieben. Dies geschieht angesichts der weit verbreiteten Verwüstungen und des hohen Blutzolls, den die israelische Kriegsmaschinerie in der palästinensischen Gesellschaft gefordert hat. Es stellt sich die Frage: Was veranlasst eine so “starke” Armee, trotz ihrer zahlenmäßigen und technologischen Überlegenheit und der Unterstützung durch Supermächte, zu solch exzessiver Brutalität zu greifen? Dient sie einfach als Abschreckung für diejenigen, die in Zukunft eine Aggression gegen Israel in Betracht ziehen könnten?

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