
Von Elijah J. Magnier
Übersetzt von CHH.
Seit dem Ausbruch der Feindseligkeiten am 8. Oktober – die von der Hisbollah in Solidarität mit dem Gazastreifen, seiner Bevölkerung und ihrem Widerstand nach den Spannungen an der Al-Aqsa-Moschee initiiert wurden – befindet sich die militärische Führung der Hisbollah in einem Zustand der aktiven Planung. Diese Zeit des Krieges, die als kritische Front zur Unterstützung des Gazastreifens diente, hat die Hisbollah dazu veranlasst, ihre strategische Position zu prüfen, etwaige Schwachstellen zu ermitteln und zu beseitigen und sich auf künftige Konflikte vorzubereiten. Bei dieser Anpassung geht es nicht nur darum, sich auf einen bevorstehenden großen Krieg vorzubereiten, sondern auch darum, mit der sich entwickelnden Dynamik der Kriegsführung Schritt zu halten, die durch Israels fortschrittliche Technologien auf dem Schlachtfeld bestimmt wird. Es stellt sich also die Frage: Welche Entwicklungen finden in den Entscheidungskorridoren der Hisbollah statt, und welche Form der Vorbereitung wird organisiert – nicht unbedingt für eine unmittelbare Konfrontation, sondern für die verschiedenen Arten von Konflikten, die die Zukunft bringen kann, sei es in Tagen, Wochen, Jahren oder Jahrzehnten?
Der Abzug der israelischen Streitkräfte aus dem libanesischen Gebiet im Jahr 2000, nach 22 Jahren Besatzung, stellte einen bedeutenden Wendepunkt dar. Israel, das über eine der stärksten Streitkräfte im Nahen Osten verfügte, zog sich aufgrund mehrerer Faktoren zurück, von denen der Guerillakrieg der wichtigste war. Der Einsatz von Selbstmordattentaten, Sprengfallen und Hinterhalten durch die Hisbollah zeigte die Wirksamkeit dieser Taktiken und stellte die operativen Fähigkeiten der israelischen Streitkräfte im unwegsamen Gelände des Südlibanon in Frage. Diese Strategie fügte dem israelischen Militär und der israelischen Gesellschaft nicht nur einen erheblichen psychologischen und moralischen Schaden zu – wie die hohe Opferzahl und das Ausbleiben eines entscheidenden Sieges zeigen -, sondern scheiterte auch an strategischen Zielen wie der Einrichtung einer Pufferzone und der Unterdrückung von Widerstandsbewegungen. Vor diesem Hintergrund hat die Hisbollah den Grundstein für ihre Strategie der Konfrontation mit Israel gelegt und sich dabei auf den bewährten Erfolg des Guerillakriegs gestützt, der die libanesische Gesellschaft während der Jahre der israelischen Besatzung nachhaltig geprägt hat.
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