
Von Elijah J. Magnier:
Übersetzt von CHH.
Die syrischen Oppositionskräfte sind in die Stadt Hama eingedrungen und verfolgen dabei eine Strategie der Einkreisung und Isolierung. Durch das Angreifen der Verteidigungslinien und das Eindringen in die Stadt von der östlichen und westlichen Achse aus wurden die Verteidiger der Regierung gezwungen, sich in Richtung Hama zurückzuziehen – eine wichtige Festung und ein strategisches Zentrum für künftige Verteidigungsoperationen. Militärisch ist Hama praktisch gefallen. Die Angreifer scheinen darauf bedacht zu sein, schnell vorzurücken und Kräfte zurückzulassen, die sich mit den verbleibenden Widerstandsnestern befassen, unabhängig von ihrer Größe. Anstatt sich auf Konfrontationen einzulassen, haben sie eine kalkulierte Strategie gewählt, bei der sie kritische Gebiete wie Jabal Zain al-Abidin und Qamhana isolieren, ohne sich auf Kämpfe einzulassen.
Interessanterweise haben die ideologischen Kräfte, die die Offensive anführen, ihre Taktik geändert. Im Gegensatz zu der weit verbreiteten Brutalität und dem systematischen Einsatz von Messern und Gemetzel, die ihre Aktionen in den vergangenen Jahren kennzeichneten, setzen diese Gruppen jetzt auf Verhandlungen, um rasche und strategische Gewinne zu erzielen. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Kontrolle von Territorien, indem sie den Rückzug der syrischen Armee ohne längere Kämpfe ermöglichen – ein pragmatischer Ansatz, der es ihnen ermöglicht, ihren Einfluss mit minimalem Widerstand auszuweiten. Diese Verschiebung hat die Landkarte der Kontrolle rasch umgestaltet und wirft dringende Fragen zur Zukunft Syriens und der Levante auf. Wie könnte sich die Aufteilung Syriens entwickeln, und welche Rolle werden verschiedene Akteure, darunter Israel, bei der Gestaltung dieser neuen geopolitischen Realität spielen?
Homs: Der strategische Dreh- und Angelpunkt in Syrien
Homs entwickelt sich zur entscheidenden Achse im andauernden Konflikt in Syrien, die nicht nur die Karte der internen Spaltung des Landes, sondern auch die Zukunft der Levante prägt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Syrien in den Zustand von vor 2011 zurückkehrt, scheint immer geringer. Da die Oppositionskräfte nach Süden in Richtung Homs vordringen und letztlich die Hauptstadt Damaskus im Visier haben, könnte sich der Kampf um Homs als entscheidend erweisen. Sollten die Angreifer ihre Dynamik nicht aufrechterhalten können und in Homs gestoppt werden, könnten dort de facto neue Grenzen gezogen werden, die einen kritischen Punkt in der Fragmentierung Syriens markieren.
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