
Von Elijah J. Magnier
Der Libanon steht unter wachsendem internationalem Druck, seine Beziehungen zu Israel zu normalisieren. Dies wird als „einmalige Gelegenheit“ dargestellt, ein Ausdruck, den kürzlich auch der US-Gesandte für Syrien und den Libanon, Botschafter Tomas Barak, während seiner letzten Reise nach Beirut verwendete. Hinter der diplomatischen Fassade ist die Botschaft jedoch klar: Die Zeit drängt, die Dynamik (Frieden mit Israel) ist regional, und der Libanon muss sich fügen, insbesondere da Barak „einen (israelischen) Krieg gegen den Libanon nicht ausgeschlossen” hat. Aus Sicht der Hisbollah ist diese „Chance” jedoch mit Drohungen, Verrat und einem vergifteten Angebot verbunden. Die Gruppe bleibt das Hauptziel Israels und der Vereinigten Staaten, und die Normalisierung ist mit einem Ultimatum verbunden: Die Hisbollah muss sich entwaffnen oder ihre Vernichtung riskieren. Im Zentrum dieser Konfrontation steht ein Kernproblem: die Existenz der Hisbollah als bewaffnete Widerstandsbewegung, ihr militärisches Arsenal und ihre Weigerung, sich einer ihrer Meinung nach von Washington und Tel Aviv aufgezwungenen Agenda zu beugen. Für die Hisbollah werden die Optionen immer weniger. Aber Kapitulation gehört nicht dazu.
Die klaren Forderungen der Hisbollah
Die Hisbollah hat ihre Position unmissverständlich klargestellt. Sie wird keine Gespräche über eine Entwaffnung (Normalisierung ist ausgeschlossen) führen, solange mehrere zentrale Forderungen nicht erfüllt sind. Dazu gehören:
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