Der „Trump-Brücken“-Korridor: Warum Russland und der Iran sich wehren

Von Elijah J. Magnier –

Am vergangenen Freitag unterzeichneten der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev und der armenische Premierminister Nikol Pashinyan im Weißen Haus ein wegweisendes Transitabkommen, das von US-Präsident Donald Trump vermittelt und moderiert wurde. Das Abkommen gewährt Entwicklungsrechte für einen strategischen Transportkorridor, der das aserbaidschanische Festland über die südliche Provinz Syunik in Armenien mit der Exklave Nachitschewan verbindet – von Washington umbenannt in „Trump Route for International Peace and Prosperity“ (TRIPP) und informell als „Trump-Brücke“ bezeichnet.

Präsident Trump lobte das Projekt als Motor für die wirtschaftliche Wiederbelebung und die regionale Anbindung und versprach umfangreiche US-Investitionen als Teil einer umfassenderen Initiative zur Festigung des amerikanischen Einflusses im Südkaukasus. Die Initiative stößt jedoch auf scharfen Widerstand aus Teheran und Moskau. Ali Akbar Velayati, hochrangiger Berater des iranischen Obersten Führers Sayyed Ali Khamenei, warnte, dass der Iran mit oder ohne russische Unterstützung alles tun werde, um die Verwirklichung des Korridors zu verhindern.

Für den Iran und Russland ist das Projekt weit mehr als ein Infrastrukturvorhaben. Strategisch gesehen bietet es eine direkte Umgehungsmöglichkeit, die ihre langjährige Dominanz in der Region schwächen und möglicherweise das geopolitische Gleichgewicht zugunsten der Türkei und der Vereinigten Staaten verschieben könnte.

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