Ein fragiles Gleichgewicht: Die Rolle von Amos Hochstein in der libanesisch-israelischen Gleichung.

Geschrieben von Elijah J. Magnier:

Übersetzt von CHH

Seit Beginn der “Al-Aqsa-Flut” ist der Gesandte des US-Präsidenten, Amos Hochstein, unter dem Deckmantel der “Vermittlung” nach Beirut gereist und hat verschleierte Drohungen mitgebracht, die von israelischen Beamten nicht direkt ausgesprochen wurden. Hochstein deutete subtil an, dass “der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah nichts mit dem Waffenstillstandsabkommen in Gaza zu tun hat”. Der amerikanische Gesandte ist nur begrenzt in der Lage, den Konfliktparteien in Israel, Palästina und im Libanon eine endgültige und allumfassende Garantie zu geben. Gleichwohl schlägt er “ein tragfähiges Konzept vor, das darauf abzielt, eine Lösung zu finden, die Israels aggressive Kampagne gegen den Libanon verhindert”, um angeblich die vollständige Umsetzung der internationalen Resolution 1701 zu gewährleisten. In dieser Analyse wird untersucht, wie der amerikanische Vorschlag von der Hisbollah, der ersten beteiligten Partei, aufgenommen wurde und welche Bedeutung er im Rahmen des laufenden Konflikts hat.

Amos Hochstein, der amerikanische Vermittler, wurde als Sohn jüdischer Eltern geboren und stammt aus einer israelischen Familie. Er diente im israelischen Militär und beriet Premierminister Shimon Peres. Seine Karriere führte ihn ins US-Außenministerium, wo er seit 2011 tätig ist. Seine Ernennung zum Sonderbeauftragten für Infrastruktur und Energiesicherheit durch Präsident Joe Biden ist ein wichtiger Meilenstein in seiner Karriere.

Hochsteins Rolle und Wirkung

Die Ernennung von Amos Hochstein zum Sondergesandten des Präsidenten für Verhandlungen mit dem Libanon wird von direkt beteiligten Quellen als ein amerikanischer Akt der Provokation und Arroganz gegenüber den Ländern des Nahen Ostens, die eine Normalisierung ablehnen, insbesondere gegenüber dem Libanon, angesehen. Die Ernennung eines ehemaligen israelischen Offiziers für derartige Verhandlungen wird als klares Indiz für die offenkundige Bevorzugung Israels durch die Vereinigten Staaten gewertet, wobei die libanesische Sichtweise, die Israel als Gegner und nicht anerkannte Einheit betrachtet, außer Acht gelassen wird.

Hochstein, der maßgeblich an der Festlegung der maritimen Demarkationslinie zwischen dem Libanon und Israel beteiligt war, bemühte sich außerdem, die israelische Energieinfrastruktur vor möglichen Angriffen der Hisbollah zu schützen. Diese Energieplattformen sind für die Gasversorgung von Nachbarländern wie Jordanien und Ägypten und möglicherweise auch von Europa von entscheidender Bedeutung und machen Israel zu einem sicheren und zuverlässigen Drehkreuz. Diese Strategie steht im Einklang mit dem von Präsident Biden vor dem 7. Oktober angekündigten Projekt, eine alternative Route zur chinesischen Seidenstraße zu schaffen, die von Indien über Saudi-Arabien und Israel nach Griechenland führen soll.

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