Kompromittierte Netzwerke: Der technologische Krieg, der zur Ermordung von Hisbollah-Kommandeuren führt

Von Elijah J. Magnier

Im komplexen Geflecht der Konflikte im Nahen Osten hat sich Israels unerbittliche Jagd auf Hisbollah-Kommandeure als besonders erfolgreiche Geheimdienstoperation herausgestellt. Im Laufe der Jahre hat sich die Hisbollah, eine gewaltige libanesische schiitische militante Gruppe mit tiefen organischen Bindungen an den Iran, mit der Geheimhaltung und Sicherheit ihrer Führung gebrüstet. Dennoch ist es Israel gelungen, einige ihrer ranghöchsten Anführer zu ermorden und manchmal sogar ihre gesamten Sicherheitskräfte auszuschalten, und das trotz strenger Schutzmaßnahmen. Es stellt sich die Frage: Wie gelangt Israel an so präzise Informationen über den Aufenthaltsort der obersten Heerscharen der Hisbollah? Viele Experten vermuten die Existenz menschlicher Geheimdienstquellen – Spione in den Reihen der Hisbollah –, aber eine genauere Analyse der jüngsten Attentate offenbart eine weitaus ausgefeiltere Infiltrationsmethode.

Die Rolle menschlicher Geheimdienste

Die Theorie eines Maulwurfs innerhalb der Hisbollah ist überzeugend und kann nicht völlig ausgeschlossen werden. Seit Jahren gibt es Spekulationen, dass es israelischen Geheimdiensten, insbesondere dem Mossad und dem Nachrichtendienst AMAN, gelungen ist, den Iran und die oberen Ränge der Hisbollah zu infiltrieren. Ein vertrauenswürdiger Insider könnte eine genaue Versorgungslinie zu den Raketen der Hisbollah und zu den Standorten und Reiserouten hochrangiger Kommandeure bereitstellen, was es Israel erleichtern würde, gezielte Angriffe durchzuführen. Die Präzision, mit der die Hisbollah-Führer ins Visier genommen wurden, hat viele zu der Annahme veranlasst, dass Israels Erfolg nicht allein auf abgefangenen Kommunikationsdaten oder Satellitenbildern beruhen kann, die ungenau sein oder zu spät kommen können.

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