Die Folgen, mit denen der Libanon und die Hisbollah nach der Ablehnung des Kapitulationsvorschlags der USA und Israels rechnen müssen

Von Elijah J. Magnier

Die Ablehnung des von den USA vorgeschlagenen Entwaffnungsplans durch die Hisbollah ist weit mehr als eine diplomatische Haltung; sie markiert einen entscheidenden Moment, der den Libanon in eine neue Phase der Konfrontation treibt. Quellen, die mit der Entscheidung der Hisbollah vertraut sind, haben den Vorschlag als „strategisch fehlerhaft, politisch voreingenommen und gleichbedeutend mit einer Kapitulation“ bezeichnet. Die Ablehnung könnte nun die Tür für eine Eskalation an mehreren Fronten öffnen.

Die Nachwirkungen der Operation „Al-Aqsa-Flut“ verändern weiterhin die strategischen Kalkulationen in der gesamten Region und haben weitreichende und verheerende Folgen für den Widerstand. Die volle Tragweite dieser Ereignisse ist noch nicht absehbar, da die geopolitische Landkarte des Nahen Ostens in Echtzeit neu gezeichnet wird – und das Schlimmste möglicherweise noch bevorsteht. Doch der Wille der Menschen in Palästina, im Libanon und im Iran bleibt angesichts der wachsenden Bedrohung unerschütterlich. Diejenigen, die durch Völkermord, Kriegsverbrechen und militärische Zwangsmaßnahmen nach Vorherrschaft streben, werden langfristig mit denselben Mitteln zu Fall kommen, mit denen sie ihre Herrschaft durchsetzen. Der Slogan der USA und Israels „Frieden durch Gewalt“ ist keine Lösung, sondern ein Rezept für einen langwierigen Krieg im Nahen Osten.

Die Hisbollah steht nun vor einer monumentalen Aufgabe: Sie muss ihre Gemeinschaft – insbesondere ihre Unterstützerbasis – auf einen möglichen Konflikt vorbereiten, der vor der Haustür des Libanon droht. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Stärkung der Widerstandsfähigkeit, der Sensibilisierung und der Sicherstellung der Bereitschaft. Zivile Widerstandsfähigkeit bedeutet nicht nur militärische Vorbereitung, sondern auch die Förderung von Einheit und Selbstständigkeit unter der Zivilbevölkerung, damit diese die Unsicherheiten und Belastungen eines Krieges ertragen kann.

Das Dilemma zwischen Abrüstung und Bewaffnung stellt eine große Herausforderung dar. Laut Quellen, die mit den inneren Überlegungen der Hisbollah vertraut sind, würde eine Abrüstung zu politischer Marginalisierung, strategischer Verwundbarkeit und bekannten Konsequenzen führen – und die Gemeinschaft inneren und äußeren Bedrohungen aussetzen, die letztendlich zum Zerfall der Organisation führen könnten. Andererseits birgt die Beibehaltung ihres Waffenarsenals und die Konfrontation mit einem erstarkten, kriegslüsternen Israel, das die Landkarte der Region neu zeichnen will, das Risiko schwerer Verluste für ihre zivile Basis und eine ungewisse, möglicherweise katastrophale Zukunft. Die Navigation in diesem Umfeld erfordert eine sorgfältige Abwägung der Risiken, Vorteile und potenziellen Kosten jedes Weges – eine Aufgabe, die nun ganz auf den Schultern der Hisbollah-Führung lastet.

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