Gaza in Trümmern, Israel isoliert: Netanjahus kalkulierte Sucht nach Konflikten

Von Elijah J. Magnier –

Als Israels Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, sein Land würde „die Tore der Hölle öffnen“, war dieser Satz keine Übertreibung, sondern eine direkte Beschreibung der Politik. In den letzten Wochen haben israelische Jets unerbittliche Luftangriffe auf Gaza-Stadt geflogen und die Stadtviertel al-Rimal und Tal al-Hawa im Zentrum der Stadt getroffen. Die Ergebnisse sind erschütternd: Innerhalb einer einzigen Woche wurden mehr als 500 Gebäude zerstört, darunter mehr als ein Dutzend Hochhäuser, in denen einst Hunderte von Familien lebten. Rund 600 Zelte, in denen Vertriebene untergebracht waren, wurden niedergebrannt, und mindestens 20 Zentren für Flüchtlinge wurden bombardiert. Durch die Zerstörung wurden mehr als 50.000 Zivilisten über Nacht obdachlos und mussten sich ohne sicheren Zufluchtsort zerstreuen, nur mit dem, was sie in den wenigen Minuten vor dem Einschlag der US-amerikanischen Bomben retten konnten.

Diese Statistiken erzählen eine Geschichte, die in offiziellen israelischen Kommuniqués sorgfältig vermieden wird. Im letzten Monat gab es keine glaubwürdigen Berichte über die Zerschlagung von Hamas-Netzwerken, die Beschlagnahmung von unterirdischen Einrichtungen oder die Gefangennahme hochrangiger Kommandeure in Gaza-Stadt. Stattdessen hebt die Armee ihre sogenannten „Evakuierungswarnungen“ hervor – Anrufe oder Flugblätter, die Familien nur wenige Minuten Zeit geben, um zu fliehen, bevor die von den USA gelieferten Bomben ihre Häuser treffen. Hochhäuser, Schulen und Flüchtlingsunterkünfte werden wiederholt mit der Begründung bombardiert, dass sich dort Militante aufhalten könnten. Für die Vertriebenen sind diese Warnungen bedeutungslos.

Da es keinen sicheren Ort gibt, an den sie sich begeben können, sind die Familien gezwungen, sich zwischen dem Risiko, unter den Bomben zu sterben, und der Flucht in überfüllte Lager, in denen Hunger und Krankheiten grassieren, zu entscheiden. Ganze Stadtteile werden ausgelöscht und mit ihnen das fragile Gefühl der Kontinuität, das die Gesellschaft zusammenhält. Die gezielte Zerstörung der städtischen Struktur ist kein Kollateralschaden, sondern eine kalkulierte Maßnahme, um den Norden Gazas unbewohnbar zu machen, was einer ethnischen Säuberung durch Sprengstoff und Zwangsvertreibung gleichkommt.

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