
Von Elijah J. Magnier
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sendet eine klare Botschaft: Israel ist jetzt mächtig genug, bewaffnet genug und autark genug, um sich sogar den Vereinigten Staaten zu widersetzen. In einem kürzlich geführten Interview prahlte er, dass Israel „auf dem Weg zur völligen Selbstversorgung“ sei und „seine fortschrittliche Technologie weiterhin mit seinem besten Verbündeten, den Vereinigten Staaten, teilen werde“. Die Formulierung war bewusst mehrdeutig, aber die Bedeutung war unmissverständlich. Netanjahu signalisierte damit, dass Israel nicht mehr auf die Unterstützung Washingtons angewiesen ist, um seine Kriege zu führen oder seine Zukunft zu sichern – und dass es bereit ist, nach seinen eigenen Bedingungen zu handeln.
Das ist nicht nur Rhetorik. Im Laufe des Gaza-Krieges hat Israel mehr als 21,7 Milliarden Dollar an amerikanischer Hilfe erhalten, eine enorme Summe, die es ihm ermöglicht hat, eine der zerstörerischsten Militäraktionen der modernen Geschichte zu führen. Mit diesem Geld hat Netanjahu sein Arsenal an Präzisionsmunition aufgefüllt, das mehrschichtige Raketenabwehrsystem neu bestückt und wichtige militärische Komponenten aus Deutschland und Großbritannien gesichert. Mehr als 200.000 Tonnen Sprengstoff haben etwa 80 Prozent der Infrastruktur Gazas zerstört. Ganze Stadtteile wurden ausgelöscht. Die Kriegsmaschinerie ist nun vollständig wiederaufgestockt, fest verankert und bereit für einen langen Konflikt – oder einen neuen.
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