Trumps Gaza-Glücksspiel: Ein Waffenstillstand ohne Fahrplan und ohne klare Zukunft für GITA

Von Elijah J. Magnier – 26. Oktober 2025

Die Waffen mögen in Gaza verstummt sein, aber der Frieden hat noch keinen Besitzer gefunden. Im Rahmen des viel gepriesenen Zwanzig-Punkte-Plans für die Erneuerung des Nahen Ostens von Präsident Donald Trump wurde das erste Ziel – die „Einstellung der Feindseligkeiten“ – erzwungen und erreicht. Doch die zweite Klausel des Plans und die folgenden, in denen das Konzept einer Gaza International Transitional Authority (GITA) eingeführt wird, bleiben ein diplomatisches Rätsel. Niemand – weder Israel, noch die Hamas, noch Ägypten, noch Katar und nicht einmal Washington – kann mit Sicherheit sagen, wer diese zerstörte Enklave tatsächlich regieren und kontrollieren wird und in wessen Auftrag.

Selbst unter Trumps engsten Beratern herrscht stillschweigendes Einverständnis darüber, dass die israelische Führung den Geist des Abkommens wahrscheinlich nicht einhalten wird. Benjamin Netanjahu hat eine lange Tradition darin, von den USA vermittelte Vereinbarungen zu akzeptieren, um sie dann, sobald sie aus den Schlagzeilen verschwunden sind, neu zu interpretieren oder zu verzögern. Washington und seine arabischen Partner sind sich bewusst, dass Israel alles in seiner Macht Stehende tun wird, um die Umsetzung jeder Vereinbarung zu sabotieren, zu behindern oder zu verwässern, die seine militärische Freiheit einschränkt oder einen internationalen Rahmen für den Gazastreifen einführt. Diese politische Realität erklärt, warum eine kohärente Vision für die Zeit nach dem Krieg nach wie vor schwer fassbar ist – nicht weil es an Unterschriften für den Waffenstillstand mangelt, sondern weil es an Vertrauen und einem einheitlichen Ziel fehlt.

GITA sollte, wie im Plan dargelegt, den Wiederaufbau nach dem Krieg und die gemeinsame Verwaltung verkörpern. Stattdessen ist es zu einem Symbol der Verwirrung geworden – ein Titel auf der Suche nach einer Politik, ein diplomatischer Platzhalter, der tiefe Spaltungen verschleiert. Hinter der Rhetorik von „Erneuerung” und „Übergang” gibt es keinen Konsens über die Grundlagen: Wer regiert den Gazastreifen, wer baut ihn wieder auf, wer sichert ihn und, was am wichtigsten ist, wer zieht Israel zur Rechenschaft? Solange diese Fragen nicht beantwortet sind, mag der Krieg zwar pausieren, aber seine Logik bestimmt weiterhin den Frieden.

Ein Waffenstillstand, der auf Unklarheit basiert

Als Präsident Trump in Sharm al-Sheikh in Ägypten vor den Kameras stand, um seine Friedensvision zu verkünden, behauptete er, etwas erreicht zu haben, was „in 3000 Jahren” niemand sonst geschafft habe

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