
Geschrieben von – Elijah J. Magnier:
Übersetzt von CHH.
Im Westen haben Israels Isolation und Feindseligkeit ein noch nie dagewesenes Ausmaß erreicht, wobei prominente Stimmen im US-Kongress, wie Mehrheitsführer Chuck Schumer, für die Absetzung der Regierung von Premierminister Benjamin Netanjahu plädieren. Dies hat jedoch nichts an Netanjahus Strategie geändert, die humanitäre Hilfe für die zweieinhalb Millionen Einwohner des Gazastreifens als umstrittenes Druckmittel für einen Waffenstillstand zu nutzen und sich damit über internationale Normen hinwegzusetzen. Trotz Netanjahus unerschütterlicher Entschlossenheit, den Gazastreifen vollständig zu annektieren, und trotz der ausdrücklichen Einwände von Präsident Joe Biden gegen einen Angriff auf Rafah sagt das Weiße Haus Israel trotz der anhaltenden Verurteilung durch die USA weiterhin seine unerschütterliche Unterstützung mit den notwendigen militärischen Mitteln zu. Woran scheitert also die israelische Rafah-Offensive? Bleibt Netanjahu trotz der weit verbreiteten europäischen, amerikanischen und arabischen Missbilligung bei seinem Vorhaben, diese letzte Grenzstadt zu Ägypten einzunehmen?
Bei mehr als drei Gelegenheiten hat Netanjahu seine Zustimmung zu dem Plan der israelischen Besatzungstruppen, Rafah zu besetzen, zum Ausdruck gebracht. Er scheint jedoch zu zögern, seinem Militär zu befehlen, die Besetzung von Rafah zu Ende zu führen, da ihm die notwendigen Fähigkeiten, der Nachschub und die strategische Grundlage für ein solch monumentales Unterfangen fehlen. Der Erfolg hängt von mehreren Faktoren ab, an denen es derzeit mangelt: eine Streitmacht, die nicht nur vollständig vorbereitet und kampferprobt ist, sondern auch in der Lage ist, mit den komplexen Problemen umzugehen, die sich aus der Tatsache ergeben, dass anderthalb Millionen intern vertriebene Zivilisten in Rafah mitten im Konflikt aus allen Teilen des Gazastreifens Zuflucht gesucht haben, was die Truppenbewegungen erschwert. Das operative Mandat des israelischen Militärs – im Norden, im Zentrum und im Süden des Landes zu manövrieren und Verwüstung anzurichten – ist gefährdet, wenn keine alternativen Unterbringungsmöglichkeiten für vertriebene Palästinenser außerhalb der Konfliktzonen zur Verfügung stehen. Folglich besteht dringender Bedarf an einer sicheren Zone in den zentralen und nördlichen Gebieten, um eine weitere interne Vertreibung der Palästinenser zu ermöglichen, zumal Ägypten sich weiterhin beharrlich weigert, seine Grenzen für die Vertriebenen zu öffnen, um eine zweite Nakba zu vermeiden. Diese strategische Überlegung ist entscheidend, um den Weg für israelische Militäroperationen innerhalb der Stadt zu ebnen.
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