
Von Elijah J. Magnier:
Übersetzt von CHH.
Bei den ständigen geopolitischen Verschiebungen im Nahen Osten gibt es keine Zufälle. Es ist kein Zufall, dass am Vorabend des ersten Auslandsbesuchs des iranischen Präsidenten Massoud Pezeshkian in Bagdad und inmitten der Bereitschaft des Irans, auf eine israelische Aggression zu reagieren, der Irak ankündigte, die amerikanischen Streitkräfte innerhalb der nächsten zwei Jahre abzuziehen. Der irakische Premierminister Mohammed Shia al-Sudani hat den heiklen Balanceakt zwischen amerikanischem und iranischem Einfluss in seinem Land perfektioniert, indem er den Druck bewaffneter Irregulärer mit politischem Einfluss in Mesopotamien und die anhaltende Bedrohung durch den kurdischen Separatismus in Irakisch-Kurdistan meisterte. Der angekündigte Rückzug der Amerikaner bleibt jedoch aus mehreren Gründen, die berücksichtigt werden müssen, bis zu seinem Eintreffen ungewiss.
Seit seinem Amtsantritt sah sich Präsident Pezeshkian mit seiner ersten großen Krise konfrontiert: der Ermordung seines geschätzten Gastes, Ismail Haniyeh, Leiter des politischen Büros der Hamas, in einem Teheraner Gästehaus. Für den Iran war dies mehr als eine Verletzung seiner Souveränität; es war eine direkte Provokation, die eine Antwort erforderte. Premierminister Benjamin Netanjahu, der stets auf eine Eskalation des Konflikts bedacht ist, wollte eine solche Antwort provozieren. Er will den Krieg ausweiten, indem er die NATO- und US-Streitkräfte unter dem Zentralkommando (zu dem jetzt auch Israel gehört) in den Nahen Osten zieht, um sie darauf vorzubereiten, Israel zu verteidigen und gegebenenfalls in die Offensive gegen jegliche iranische Vergeltung zu gehen.
US-Präsident Joe Biden, der von Netanjahus Ambitionen weiß, befindet sich in einer schwierigen Lage. Biden, dessen Partei Kamala Harris als Präsidentschaftskandidatin aufstellt, möchte unbedingt vermeiden, in einen Krieg ohne klares Ende hineingezogen zu werden. Dieser Konflikt würde das Leben der rechtsextremen Regierung Netanjahu nur verlängern. Netanjahu hat aktiv versucht, jede mögliche Vereinbarung mit Biden zur Beendigung des Gaza-Krieges zu untergraben. Es wird immer deutlicher, dass Netanjahus Manöver Teil einer umfassenderen Strategie zur Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahlen sind, in der Hoffnung, dass Donald Trump, der offen erklärt hat, dass er Israel „freie Hand“ zur „Ausweitung seiner kleinen Geografie“ geben würde, an die Macht zurückkehren könnte.
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