
Südlibanon – Elijah J. Magnier:
Übersetzt von CHH.
Das brüchige 60-Tage-Waffenstillstandsabkommen zwischen dem Libanon, den Vereinigten Staaten, Frankreich, den Vereinten Nationen und Israel, das nach dem verheerenden Krieg im Libanon ausgehandelt wurde, nähert sich rasch seiner kritischen Frist. Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat das Militär angewiesen, seine Präsenz in der strategisch bedeutsamen ostlibanesischen Region aufrechtzuerhalten und begründet dies mit Sicherheitserwägungen, vor allem gegenüber Galiläa. Netanjahus Entscheidung erfolgt erst nach Konsultation und Absprache mit der Regierung von Präsident Donald Trump, was einen klaren Verstoß gegen die Bedingungen des Abkommens darstellt.
Diese Haltung lässt nicht nur ernste Zweifel an Israels Engagement für die vollständige Einhaltung des Rückzugsabkommens aufkommen, sondern signalisiert auch einen alarmierenden Mangel an Absicht, alle während des jüngsten Konflikts besetzten Gebiete zu räumen.
Der 26. Januar rückt näher und die Wahrscheinlichkeit, dass die israelischen Besatzungstruppen über die vereinbarte Frist hinaus bleiben, verstärkt die Befürchtungen über mögliche Konsequenzen. Ein solches Scheitern würde nicht nur die Gefahr mit sich bringen, dass die Feindseligkeiten langfristig wieder aufflammen, sondern auch der Glaubwürdigkeit der Vereinigten Staaten als Hauptgarant des Waffenstillstands einen schweren Schlag versetzen und ihre Rolle als verlässlicher Vermittler sowie ihre Fähigkeit, die Stabilität in hochgradig instabilen Konflikten zu wahren, untergraben.
Netanjahus eigentliche Absicht kann nur als Provokation verstanden werden, mit der er eine militärische Reaktion der Hisbollah herbeiführen will, die ihm die Möglichkeit bieten könnte, Dutzende weiterer Ziele zu bombardieren, was der libanesische Widerstand sehr wohl weiß und höchstwahrscheinlich jede Konfrontation in Kürze vermeiden wird.
Das strategische Kalkül der Hisbollah
Die Hisbollah hat eine Verlängerung des Waffenstillstands oder die weitere Präsenz israelischer Truppen im Libanon kategorisch abgelehnt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Reaktion der Hisbollah maßvoll und
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