
Von Elijah J. Magnier
Nur wenige Stunden vor dem Treffen des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu mit Donald Trump im Weißen Haus feuerte die Hamas zehn Raketen auf Aschkelon und Sderot ab, wobei 27 Menschen verletzt wurden. Der Zeitpunkt des Beschusses war kalkuliert und symbolisch – als direkte Herausforderung an die israelische Erzählung gedacht. Er sandte eine deutliche Botschaft an den US-Präsidenten: Netanyahus Vernichtungsfeldzug in Gaza hat den palästinensischen Widerstand nicht brechen können. Weit davon entfernt, Frieden zu schaffen oder Geiseln zu retten, hat seine Militärstrategie nur das Leid vertieft und weiteren Widerstand provoziert. Der Angriff war auch ein strategisches Signal – eine Einladung an beide Staats- und Regierungschefs, die ins Stocken geratenen Verhandlungen wiederzubeleben, anstatt den Weg der totalen Vernichtung weiterzugehen. Der Krieg Israels in Gaza hat sich von seinen ursprünglichen Zielen zur vollständigen Besetzung des Streifens entwickelt.
Der Krieg in Gaza geht nun in seinen achtzehnten Monat und sein strategisches Ziel ist zu einer düsteren politischen Farce verkommen. Was als verheerende Konfrontation nach dem Einfall der Hamas in Israel am 7. Oktober 2023 begann, hat sich zu einem langwierigen Vernichtungsfeldzug ohne militärischen Gewinn, humanitäre Zurückhaltung oder politische Lösung entwickelt. Die einzige erkennbare Konstante ist der verzweifelte Griff des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu nach der Macht.
Inmitten dieser Verwüstung könnte Netanyahus plötzliche Einladung nach Washington auf eine Wende hindeuten – wenn auch nicht unbedingt auf ein Ende des Krieges. Bei dem Besuch könnte es nicht nur um Gaza gehen, sondern auch um den Angriff der USA auf den Jemen und die militärischen Vorbereitungen für eine mögliche Eskalation mit dem Iran.
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