
Von Elijah J. Magnier –
Während Israels Krieg gegen den Gazastreifen in seine zerstörerischste Phase eintritt, hat eine seismische Verschiebung stattgefunden – mit langfristigen Folgen für die Palästinenser und die politische Geographie der Region. Israel hat den Bau des Morag-Korridors abgeschlossen, einer Militärstraße, die den südlichen Gazastreifen durchschneidet und die Stadt Rafah isoliert. Historisch gesehen war Rafah die letzte physische und politische Verbindung des Gazastreifens zur Außenwelt, die nicht direkt von Israel kontrolliert wurde.
Dies ist mehr als ein Manöver auf dem Schlachtfeld – es ist ein geopolitischer Bruch. Mit der militärischen Besetzung von Rafah und der Fertigstellung des Korridors kontrolliert Israel nun alle Landgrenzen des Gazastreifens und verwandelt die Küstenenklave in eine vollständig abgeschottete Landzone. Entscheidend ist, dass Ägyptens stillschweigende Kooperation – trotz seiner rhetorischen Opposition – es Israel ermöglicht hat, seinen Griff zu verstärken. Gemäß den Camp-David-Vereinbarungen von 1978 ist Ägypten an strenge Sicherheitsbeschränkungen im Sinai gebunden und sieht von einer Eskalation in Grenznähe ab. Doch während Israel mit seinen Militäroperationen gegen diese Bestimmungen verstößt, schweigt Ägypten und verschärft die Belagerung, ohne dies zuzugeben. Die Folgen sind gravierend: Die vollständige Einkreisung des Gazastreifens macht die Zweistaatenlösung zunichte.
Der Morag-Korridor: Eine militärische Route, eine politische Linie
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