
Von Elijah J. Magnier –
Als Präsident Donald Trump einen umfassenden 20-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges im Gazastreifen vorstellte, unterstützte die israelische Führung den Vorschlag umgehend. Premierminister Benjamin Netanjahu schloss sich öffentlich dem Rahmenplan an und erklärte, dieser entspreche den meisten seiner strategischen Ziele. Aber was hat Israel tatsächlich von diesem Waffenstillstandsmanöver gewonnen? Und was verbirgt sich hinter den Kulissen?
Auch wenn Israel sein Bekenntnis zu dem Abkommen bekräftigt, gehen die Luftangriffe und Artilleriefeuer in Gaza weiter. Die Intensität hat zwar nachgelassen, aber täglich werden immer noch Dutzende Zivilisten getötet. Die endgültigen Bedingungen des Abkommens werden noch in Kairo verhandelt, wo Vermittler wie Ägypten, Katar und die USA darum ringen, eine einheitliche Auslegung zu finden. Was bisher bekannt geworden ist, deutet darauf hin, dass Israels Gewinne eher politischer und strategischer als humanitärer Natur sind.
Ein Waffenstillstand im Dienste der Macht
Trump hat sich als Garant des Abkommens positioniert und das Rahmenwerk an die Forderungen Israels angepasst. Netanjahu begrüßte dies: ein US-Präsident, der bereit ist, die diplomatische Last zu tragen und internationale Kritik zu dämpfen. Mit Trump an der Spitze gewinnt Israel Legitimität für sein Vorgehen in Gaza und einen Partner, der seine Sprache der „Sicherheit zuerst“ spricht.
Diese Annäherung zwischen den USA und Israel ermöglicht es Netanjahu, im Inland zu behaupten, dass Israel sich aus eigenem Antrieb und nicht unter Druck für die Diplomatie entschieden habe. Auf internationaler Ebene kann sich Israel so als konstruktiver Akteur in den von den USA geführten Friedensbemühungen darstellen und nicht als aggressiver Schurke.
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