Der bevorstehende Krieg mit dem Iran: Warum dieser Eskalationspfad strukturell plausibel ist

Von Elijah J. Magnier
Was sich derzeit rund um den Iran abspielt, ist kein spekulatives Krisenszenario mehr. Es handelt sich um einen strukturell plausiblen Eskalationspfad, der auf sichtbaren Machtdemonstrationen, dem Verhalten von Allianzen, innenpolitischen Zwängen und verhärteten Narrativen basiert. Die Gefahr besteht nicht darin, dass ein Krieg unvermeidlich ist. Die Gefahr besteht vielmehr darin, dass sich das regionale System in eine Konstellation bewegt hat, in der eine groß angelegte militärische Konfrontation eher durch Fehleinschätzungen, die Aufrechterhaltung der Glaubwürdigkeit oder Narrativfallen als durch eine rationale Entscheidung für einen Krieg ausgelöst werden kann. Drei miteinander interagierende Schauplätze bestimmen derzeit das Risikoumfeld: die Zwangsmaßnahmen der USA und Israels gegen den Iran, die Unterordnung der europäischen Allianz und die Neukalibrierung der iranischen Abschreckung.
Das Pentagon erklärte, dass der Iran sich der Fähigkeit zum Bau von Atomwaffen annähere und dass dies nicht zugelassen werde. Dies ist keine technische Einschätzung. Es handelt sich um einen politischen Schachzug, der darauf abzielt, eine militärische Aufrüstung zu rechtfertigen und die weltweite Meinung für eine Eskalation zu konditionieren, indem eine sechzehn Jahre alte alarmistische israelische Erzählung wiederaufgegriffen wird. Diese Erzählung wurde wiederholt durch Einschätzungen des US-Geheimdienstes und Inspektionen der IAEO widerlegt. Was hier wiederbelebt wird, sind keine neuen Beweise, sondern ein alter Vorwand – einer, der sich bereits als unbegründet erwiesen hat und nun wiederverwendet wird, um Zustimmung für eine Konfrontation zu erzeugen.
Die derzeit in Israel und im östlichen Mittelmeerraum sichtbaren militärischen Vorbereitungen stehen im Einklang mit einem potenziellen Strafschlagmodell und möglicherweise mit einem nachhaltigen Zwangskampagnenkonzept. Die Flutung Israels mit Abfangraketen und der Einsatz von Luftabwehrmitteln in Zypern, Griechenland und anderen regionalen Knotenpunkten sind keine defensive Optik. Darüber hinaus bestätigten israelische Medien, dass die Vereinigten Staaten einen mit Raketenabwehrsystemen ausgestatteten Zerstörer in die Nähe der israelischen Küste entsandt haben, der dazu beitragen könnte, einen möglichen iranischen Angriff abzuwehren. Sie stehen für den Aufbau einer verteilten Schutzschildarchitektur, die iranische Vergeltungsmaßnahmen in mehreren Theatern absorbieren und gleichzeitig die Eskalationsdominanz bewahren soll.

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