Wie die Widerstandsfähigkeit des Gazastreifens Israels Bereitschaft für einen längeren Konflikt in Frage gestellt hat

Von Elijah J. Magnier:

Übersetzt von CHH

Nach mehr als zwei Monaten des Konflikts sind die israelischen Streitkräfte aus verschiedenen Richtungen in den nördlichen und südlichen Gazastreifen eingedrungen. Der Einmarsch in den Norden zielte zunächst nicht nur darauf ab, die Bewohner zu vertreiben, um Premierminister Benjamin Netanjahu den Anschein eines Sieges für die internationale Öffentlichkeit zu geben, sondern auch darauf, das Gebiet zu zerstören, um es nach dem Konflikt unbewohnbar zu machen. Diese Strategie führte dazu, dass Teile des Gazastreifens unter der Kontrolle lokaler Widerstandsgruppen blieben, die die Invasionstruppen in den zerstörten Gebieten bekämpften. Die Taktik bestand darin, Nahkämpfe zu erzwingen und die Auswirkungen von Artillerie- und Luftangriffen zu minimieren. Trotz weltweiter Proteste, in denen die palästinensischen Todesopfer verurteilt wurden, unterstützten die westlichen Staats- und Regierungschefs Israel weiterhin uneingeschränkt. Diese Situation ergab sich aus der Wahrnehmung des Widerstands im Gazastreifen als eine bedeutende Herausforderung für eine expansionistische Ideologie, die eine ausschließliche demografische Präsenz in der Region zu begünstigen schien. Der Ausgang dieser Konfrontation muss jedoch erst noch auf dem Kampffeld entschieden werden.

Das israelische Militär mag die symbolische Bedeutung des Viertels Shuja’iyya im Gazastreifen, das von den Gazanern nach “Al-Shuja” (der Tapfere) benannt wurde, nicht ganz erfassen. Dieses Gebiet, das für seine willensstarken Bewohner bekannt ist, war der Geburtsort bedeutender Widerstandsführer wie Ramadan Abdullah Shallah, Ziad al-Nakhala und zahlreicher anderer Kommandeure. Shuja’iyya liegt im nördlichen Teil nahe Gaza-Stadt, einem Gebiet, das seit dem 24. des vergangenen Monats unter israelischer Kontrolle steht, und ist ein Brennpunkt intensiver täglicher Auseinandersetzungen. Lokale Widerstandskräfte liefern sich dort häufige Scharmützel mit israelischen Truppen, die Berichten zufolge erhebliche Verluste an Menschenleben und Ausrüstung verursachen; israelische Medien sprechen von durchschnittlich drei bis zehn gefallenen Soldaten pro Tag sowie von der Zerstörung zahlreicher Militärfahrzeuge.

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