Palästinensischer Widerstand begrüßt das neue Jahr mit einer trotzigen Botschaft an Israel.

Geschrieben von Elijah J. Magnier:

Übersetzt von CHH.

Der palästinensische Widerstand im Gazastreifen hat das neue Jahr mit Dutzenden von Raketenangriffen auf Tel Aviv und seine Umgebung begonnen. Diese Offensive traf den Kern der israelischen Militäroperationen, die seit etwa drei Monaten andauern. Der Raketenbeschuss war eine klare Botschaft an die israelische Regierung, die Armee und die Siedler, dass ihre Streitkräfte ihre Ziele nicht erreicht haben, was durch die Tatsache unterstrichen wird, dass die meisten Raketen aus dem nördlichen Gazastreifen kamen. Die israelische Armee hatte zuvor behauptet, dass dieses Gebiet unter ihrer Kontrolle und Besatzung stehe. Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sieht sich daher nicht nur vor den Augen ihrer Siedler, sondern auch vor denen ihres wichtigsten Verbündeten, den Vereinigten Staaten, in große Verlegenheit gebracht. Amerika, das diesen Krieg unbedingt beenden will, sieht seine Präsidentschaftswahlen und sein internationales Ansehen durch seine Unterstützung für Israel beeinträchtigt. Diese Unterstützung wird zunehmend in Frage gestellt, da sie weiterhin einen Staat unterstützt, der beschuldigt wird, rassistische Massaker zu verüben, die im Fernsehen übertragen und von der Weltgemeinschaft mitverfolgt werden, wobei ihm die Folgen scheinbar gleichgültig sind.

Berichten zufolge erwägt die israelische Regierung, mit der Demobilisierung von über 100 000 freiwilligen Reservisten in die dritte Phase des laufenden Krieges einzutreten. Diese Entscheidung erfolgt angesichts des zunehmenden Drucks der Familien der Reservisten und der Belastung der israelischen Wirtschaft, die bereits die Hauptlast der erheblichen Kosten des Konflikts trägt, die auf etwa 18 Milliarden Dollar geschätzt werden. Israel schätzt die Verluste auf bis zu 50 Milliarden Dollar, je nach Dauer des Konflikts.

Die Überlegungen Tel Avivs, die Reservekräfte zu reduzieren, werden als israelischer Hinweis darauf gewertet, dass die Wahrscheinlichkeit einer Ausweitung des Krieges auf andere Länder relativ gering ist. Diese Neubewertung steht im Einklang mit der Überzeugung, dass eine bedeutende Militärpräsenz im Gazastreifen möglicherweise nicht mehr notwendig ist und die israelischen Truppen durch die ständigen Angriffe des palästinensischen Widerstands sogar noch verwundbarer machen könnte.

Dieser Strategiewechsel ist eine Reaktion auf die sich verändernden Dynamik des Konflikts. Sie deutet auf das Bestreben hin, weitere wirtschaftliche Belastungen zu mindern und innenpolitische Bedenken auszuräumen, während gleichzeitig eine Haltung beibehalten wird, die im Falle einer Eskalation der Situation schnell angepasst werden kann. Das israelische Militär behält sich die Möglichkeit vor, die Reservisten zurückzurufen, sollte sich im Falle einer Eskalation des Krieges die Notwendigkeit ergeben.

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