
Von Elijah J. Magnier:
Übersetzt von CHH.
Der libanesische Widerstand steht heute vor einer komplexen Herausforderung: Auf Militäraktionen wie die Ermordung des Mitglieds des Dschihad-Rates, Kommandant Fouad Shukr, mit lautstarken, offenen militärischen Reaktionen zu reagieren. In ähnlicher Weise hat der Iran mit den Folgen der Ermordung des politischen Hamas-Führers Ismail Haniyeh in Teheran zu kämpfen und hat direkte Vergeltung geschworen. Diese Reaktion wird jedoch dadurch erschwert, dass Irans fortschrittliche Raketen, Vorbereitungen und Drohnen öffentlich gestartet werden müssen, so dass sie für die Dutzenden von Satelliten, die Westasien und insbesondere Iran ständig überwachen, sichtbar sind, was das Überraschungsmoment verringert.
In der Zwischenzeit bereitet sich die NATO unter der Führung der Vereinigten Staaten darauf vor, Israel zu unterstützen und zu versuchen, viele dieser iranischen Angriffe mit einem gewaltigen Aufgebot an Abfangjägern und Raketen abzufangen. Jede Rakete, die vom Iran in Richtung Israel abgeschossen wird, müsste mindestens 1.700 Kilometer zurücklegen und mehrere Grenzen überqueren. Dies würde voraussetzen, dass die Islamische Republik diese Länder darüber informiert, dass die Raketen nicht gegen sie gerichtet sind, wodurch die USA und ihre Verbündeten im Nahen Osten nicht nur über nachrichtendienstliche Kanäle, sondern auch von den Ländern selbst, deren Luftraum die Raketen durchqueren könnten, vorab informiert würden. Dieses Szenario bedeutet, dass nur eine begrenzte Anzahl der Raketen ihr Ziel erreichen dürfte, insbesondere angesichts der vielschichtigen westlichen, nahöstlichen und israelischen Abfangabwehrsysteme.
Premierminister Benjamin Netanjahu scheint bereit zu sein, einen iranischen Schlag zu tolerieren, solange er auf rein militärische Einrichtungen abzielt und die USA darauf hinwirken, eine Eskalation zu verhindern, die möglicherweise die Weltwirtschaft lahmlegen könnte. Netanjahu zählt darauf, dass die israelische Gesellschaft sein Handeln als Erfolg ansieht, nachdem er die USA und andere westliche Mächte davon überzeugt hat, erhebliche militärische Verstärkung zur Verteidigung Israels in den Nahen Osten zu schicken. Seine rechtswidrigen Attentate in Beirut und Teheran haben seine Gegner vor eine schwierige Wahl gestellt: entweder eine ausgewogene Reaktion oder ein offener Krieg, wobei der Westen bereit ist, sich mit dem als Tyrann des Nahen Ostens empfundenen Benjamin Netanjahu zu anzulegen.
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