Echos von Hiroshima in Gaza: Was die Welt als Nächstes sehen wird

Von Elijah J. Magnier –

Während sich der Staub des Krieges über Gaza langsam legt, zeichnet sich ein entscheidender Moment ab – einer, den die israelischen Politiker verzweifelt zu verzögern versucht haben: die Rückkehr des unabhängigen, uneingeschränkten Journalismus. Seit fast zwei Jahren werden ausländische Reporter ausgeschlossen oder starken Einschränkungen unterworfen, ihr Zugang wird vom israelischen Militär streng kontrolliert. Doch keine Informationsblockade ist von Dauer. Und wenn die weithin bekannten Pläne zur Massenvernichtung, Auslöschung und Vertreibung der Palästinenser letztendlich scheitern – wenn die ethnische Säuberung nicht „verwirklicht“ wird –, dann könnten die Enthüllungen dieser Journalisten Folgen haben, auf die das politische und militärische Establishment Israels nicht vorbereitet ist.

Diese Woche gedenkt die Welt der Atombombenabwürfe der USA auf Hiroshima und Nagasaki – Taten, die 1945 zwei Städte auslöschten und eine Narbe im Gewissen der Menschheit hinterließen. Fast achtzig Jahre später ist Gaza einem Bombardement ausgesetzt, dessen kumulierte Sprengkraft laut Experten inzwischen die von Hiroshima um ein Vielfaches übersteigt. Zwar wurden keine Atomsprengköpfe abgeworfen, doch das Ergebnis – Vernichtung, Hunger, Massenvertreibung – hallt unheimlich nach. Und wenn die Kameras wieder abgezogen sind, könnte die moralische Abrechnung ebenso nachhaltig sein.

Tatsächlich ist einer der Hauptgründe, warum Israel auf direkte Anweisung von Premierminister Benjamin Netanjahu internationalen Journalisten die Einreise nach Gaza verboten hat, das katastrophale Ausmaß des menschlichen Leids. Ganze Familien wurden ausgelöscht. Straßen, die einst voller Leben waren, sind heute nicht mehr wiederzuerkennen. Vor allem aber ist es das schiere Ausmaß der Zerstörung durch die israelischen Luftangriffe, das Tel Aviv verbergen möchte.

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